Kennst du das? Du kommst morgens ins Büro und suchst dir erstmal einen freien Platz, weil dein Schreibtisch von gestern schon wieder jemand anderem gehört. Klingt komisch? In vielen modernen Unternehmen ist das ganz normaler Alltag und nennt sich Desk Sharing. Wir erklären dir, was hinter diesem Konzept steckt, warum immer mehr Firmen darauf setzen und was das für dein späteres Berufsleben bedeuten könnte.
Was ist Desk Sharing überhaupt?
Desk Sharing bedeutet, dass sich mehrere Mitarbeitende einen oder mehrere Schreibtische teilen, statt jeder einen festen, persönlichen Arbeitsplatz zu haben. Das Prinzip dahinter ist simpel: Nicht jeder ist jeden Tag im Büro, also muss auch nicht jeder Tisch dauerhaft für eine Person reserviert bleiben.
Gerade durch Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sitzen oft nur 50 bis 70 Prozent der Belegschaft gleichzeitig im Büro. Warum also Platz und Geld für leere Schreibtische verschwenden?
🎓 Gut zu wissen für dich als Schüler
Wenn du ein Praktikum oder einen Ferienjob in einem modernen Unternehmen machst, wirst du dieses Konzept vielleicht selbst erleben. Keine Sorge – das ist kein Nachteil für dich, sondern zeigt dir, wie zeitgemäßes Arbeiten funktioniert!
So funktioniert Desk Sharing in der Praxis
In der Regel läuft das folgendermaßen ab: Mitarbeitende buchen sich morgens über eine App oder ein Online-System einen freien Platz. Manche Unternehmen nutzen auch einfache Ampelsysteme oder digitale Anzeigetafeln, die zeigen, welche Tische gerade frei sind.
Buchungs-App
Platz digital reservieren, bevor man ins Büro kommt
Rollcontainer
Persönliche Sachen wandern mit in einen mobilen Schrank
Laptop statt PC
Mobile Geräte ermöglichen den Wechsel zwischen Plätzen
Schließfächer
Für persönliche Gegenstände über Nacht
Warum setzen Unternehmen auf dieses Modell?
Die Gründe sind vielfältig und reichen von Kostenersparnis bis hin zu mehr Flexibilität für alle Beteiligten.
Die wichtigsten Vorteile im Überblick
✅ Vorteile
- Kosteneinsparung bei Büroflächen
- Mehr Flexibilität für Mitarbeitende
- Förderung von Teamarbeit durch wechselnde Sitzplätze
- Modernes, aufgeräumtes Arbeitsumfeld
- Bessere Vereinbarkeit von Homeoffice und Büropräsenz
⚠️ Herausforderungen
- Weniger persönlicher Rückzugsort
- Gewöhnungsphase notwendig
- Organisation erfordert digitale Tools
- Manche vermissen feste Teamnachbarschaft
Desk Sharing und Remote Work gehen Hand in Hand
Desk Sharing funktioniert besonders gut in Kombination mit Remote Work, also der Möglichkeit, von zuhause oder anderen Orten zu arbeiten. Wenn Mitarbeitende nur an zwei oder drei Tagen pro Woche ins Büro kommen, ergibt ein fester Schreibtisch für 40 Stunden Leerstand einfach keinen Sinn mehr.
📊 Desk Sharing in Zahlen
der deutschen Unternehmen nutzen bereits flexible Arbeitsplatzkonzepte
weniger Bürofläche wird durch Desk Sharing im Schnitt benötigt
Tage Homeoffice sind mittlerweile Standard in vielen Betrieben
Was bedeutet das für dich als Praktikant oder Azubi?
Solltest du dein Praktikum oder deine Ausbildung in einem Unternehmen mit Desk Sharing machen, gibt es ein paar Dinge, die dir den Einstieg erleichtern.
Tipps für den ersten Tag
- Frag am Anfang direkt nach der Buchungs-App oder dem System für Arbeitsplätze
- Bring einen USB-Stick oder Cloud-Zugang mit, falls du Dateien zwischen Plätzen brauchst
- Räume deinen Platz am Ende des Tages ordentlich auf – das gehört zum guten Ton
- Nutze die Chance, verschiedene Kollegen und Abteilungen kennenzulernen
- Sei offen für Veränderung – das ist ein wichtiger Teil der modernen Arbeitswelt
Praxis-Tipp: Desk Sharing zeigt dir schon früh, wie flexibel moderne Arbeitswelten funktionieren. Diese Erfahrung ist wertvoll, egal in welchem Beruf du später landest!
Wie Unternehmen sich bei der InnoAcademy 4 School vorstellen
Genau solche spannenden Einblicke in moderne Arbeitskonzepte bekommst du bei der InnoAcademy 4 School. Unternehmen aus deiner Region präsentieren sich hier nicht mit langweiligen Vorträgen, sondern mit praxisnahen Aufgaben, die du direkt ausprobieren kannst.
🏢 Für Unternehmen: Zeigt euer modernes Arbeitsumfeld
Nutzt Konzepte wie Desk Sharing, um Schülerinnen und Schülern zu zeigen, wie zeitgemäß euer Betrieb aufgestellt ist. Über eine praxisnahe Aufgabe könnt ihr genau vermitteln, wie flexible Arbeitsplatzmodelle in eurem Alltag funktionieren – und damit die passenden Praktikanten, Azubis und Ferienjobber ansprechen, die zu eurer Unternehmenskultur passen.
So findest du passende Unternehmen
Über die Plattform der InnoAcademy 4 School kannst du gezielt nach Unternehmen suchen, die moderne Arbeitskonzepte wie Desk Sharing oder Remote Work bereits umsetzen. So weißt du schon vor deiner Bewerbung, welche Arbeitsatmosphäre dich erwartet.
Was ist der Unterschied zwischen Desk Sharing und Homeoffice?
Homeoffice bedeutet, dass man von zuhause aus arbeitet. Desk Sharing bezieht sich dagegen auf die Organisation der Arbeitsplätze im Büro selbst – hier teilen sich mehrere Mitarbeitende die vorhandenen Schreibtische, statt jeder einen festen Platz zu haben. Beide Konzepte werden oft kombiniert.
Muss ich als Praktikant auch am Desk Sharing teilnehmen?
In den meisten Fällen ja, da du die gleichen Arbeitsbedingungen wie die festen Mitarbeitenden erlebst. Das ist aber kein Grund zur Sorge – die meisten Unternehmen erklären dir am ersten Tag genau, wie das System funktioniert und helfen dir beim Einstieg.
Welche Unternehmen nutzen Desk Sharing besonders häufig?
Besonders häufig findet man Desk Sharing in Unternehmen aus der IT-Branche, in Beratungsfirmen, bei Start-ups und generell in Betrieben mit hohem Anteil an Homeoffice oder Außendiensttätigkeiten. Aber auch klassische Mittelständler setzen zunehmend auf dieses flexible Konzept.
Wie bewahre ich meine persönlichen Sachen bei Desk Sharing auf?
Die meisten Unternehmen stellen dafür Schließfächer, mobile Rollcontainer oder abschließbare Fächer zur Verfügung. So kannst du persönliche Gegenstände sicher aufbewahren, auch wenn du keinen festen Schreibtisch hast.
Ist Desk Sharing nur für große Unternehmen sinnvoll?
Nein, auch kleinere und mittelständische Betriebe profitieren von Desk Sharing, besonders wenn Mitarbeitende häufig im Außendienst sind oder flexible Arbeitszeiten nutzen. Die Größe des Unternehmens spielt dabei eine untergeordnete Rolle – wichtiger ist die Arbeitsweise der Belegschaft.
