Wenn du morgens dein Handy auflädst, die Straßenlaterne abends angeht oder dein Lieblingssong über Kopfhörer läuft – überall steckt Energie dahinter. Aber woher kommt eigentlich der Strom, der das alles möglich macht? Immer öfter aus Wind, Sonne und Wasser. In diesem Artikel erfährst du, was erneuerbare Energien wirklich sind, warum Unternehmen in dieser Branche echte Zukunftschancen bieten und wie du selbst über ein Praktikum oder eine Ausbildung in dieses spannende Berufsfeld hineinschnuppern kannst.
Was sind erneuerbare Energien überhaupt?
Erneuerbare Energien – manchmal auch „regenerative Energien“ genannt – sind Energiequellen, die sich von selbst immer wieder erneuern. Im Gegensatz zu Kohle, Öl oder Gas gehen sie nicht zur Neige, egal wie viel wir davon nutzen. Die wichtigsten Quellen sind Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme.
Der große Vorteil: Bei der Stromerzeugung aus diesen Quellen entstehen kaum klimaschädliche Treibhausgase. Das macht erneuerbare Energien zu einem zentralen Baustein für den Klimaschutz und die Energiewende in Deutschland.
Solarenergie
Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht direkt in Strom um.
Windenergie
Windräder nutzen die Kraft des Windes zur Stromerzeugung.
Wasserkraft
Fließendes und fallendes Wasser treibt Turbinen an.
Warum ist das Thema gerade jetzt so wichtig?
Deutschland hat sich verpflichtet, bis spätestens 2045 klimaneutral zu werden. Nach Angaben des Umweltbundesamtes lag der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Bruttostromverbrauch im Jahr 2023 bei rund 52 Prozent – Tendenz steigend. Damit ist zum ersten Mal in der Geschichte mehr als die Hälfte des Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse gewonnen worden.
Wind, Sonne und Wasser: Wie funktioniert das genau?
Windenergie im Detail
Windkraftanlagen bestehen aus einem Turm, einem Rotor mit meist drei Blättern und einer Gondel, in der sich der Generator befindet. Trifft Wind auf die Rotorblätter, bringt er sie zum Drehen. Diese Drehbewegung wird im Generator in elektrische Energie umgewandelt. Moderne Windräder an Land erreichen Nabenhöhen von über 150 Metern und können einzeln mehrere Tausend Haushalte mit Strom versorgen.
Solarenergie im Detail
Photovoltaikmodule bestehen aus Silizium-Zellen. Trifft Sonnenlicht auf diese Zellen, werden Elektronen in Bewegung gesetzt – es entsteht elektrischer Strom. Dieser sogenannte photoelektrische Effekt funktioniert übrigens auch bei bewölktem Himmel, wenn auch mit geringerer Leistung. Solaranlagen finden sich heute auf Hausdächern, Firmengebäuden und in großen Freiflächenanlagen.
Wasserkraft im Detail
Bei der Wasserkraft nutzt man die Bewegungsenergie von fließendem oder fallendem Wasser. In Laufwasserkraftwerken treibt der natürliche Flusslauf Turbinen an, in Pumpspeicherkraftwerken wird Wasser in Hochbecken gepumpt und bei Bedarf wieder abgelassen, um Strom zu erzeugen. Wasserkraft zählt zu den ältesten Formen der Energiegewinnung überhaupt.
Gut zu wissen
Auch Biomasse (zum Beispiel Holz, Pflanzenreste oder Biogas) und Geothermie (Erdwärme) zählen zu den erneuerbaren Energien. Sie spielen in Deutschland eine wichtige, aber etwas kleinere Rolle als Wind- und Solarenergie.
Welche Berufe gibt es in diesem Bereich?
Die Energiewende braucht viele helfende Hände – und zwar in ganz unterschiedlichen Berufsfeldern. Nicht nur Ingenieure sind gefragt, sondern auch Handwerker, Techniker und kaufmännische Fachkräfte.
Für Schüler: Warum lohnt sich ein Blick in diese Branche?
Du interessierst dich für Technik, Umwelt oder einfach dafür, wie die Zukunft aussehen könnte? Dann ist die Branche der erneuerbaren Energien ein spannendes Feld für dich. Hier ein paar gute Gründe, warum sich ein Praktikum oder ein Ferienjob in diesem Bereich lohnt:
- Du lernst moderne Technik hautnah kennen – von Solarmodulen bis zu Windrädern
- Zukunftssichere Berufe mit guten Übernahmechancen nach der Ausbildung
- Du leistest einen echten Beitrag zum Klimaschutz
- Vielfältige Einstiegsmöglichkeiten – technisch, handwerklich oder kaufmännisch
- Viele regionale Unternehmen suchen aktiv nach motivierten Nachwuchskräften
Schau dich einfach mal um: Viele Betriebe in deiner Region stellen sich mit konkreten Aufgaben vor, damit du dir ein echtes Bild davon machen kannst, wie der Arbeitsalltag aussieht.
Für Unternehmen: Fachkräfte von morgen heute schon erreichen
Der Fachkräftemangel macht auch vor der Energiebranche nicht Halt. Wer schon heute Schüler für die eigenen Berufsfelder begeistert, sichert sich langfristig motivierten Nachwuchs. Diese Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, sich Schülerinnen und Schülern der Region mit einer praxisnahen Aufgabe vorzustellen.
Das spricht für eine Präsentation Ihres Unternehmens:
- Direkter Kontakt zu jungen Menschen zwischen 13 und 15 Jahren aus der Region
- Aufmerksamkeit für Ihre Ausbildungsplätze, Praktika und Ferienjobs
- Positionierung als attraktiver Arbeitgeber in einer Zukunftsbranche
- Frühzeitiger Aufbau einer Beziehung zu potenziellen Auszubildenden
Stellen Sie eine konkrete, spannende Aufgabe aus Ihrem Arbeitsalltag vor – so bekommen Schülerinnen und Schüler einen echten Eindruck davon, was Sie und Ihre Branche ausmacht.
Wie startest du am besten in dieses Berufsfeld?
Schulische Voraussetzungen
Für die meisten technischen Ausbildungen in der Energiebranche solltest du gute Kenntnisse in Mathematik und Physik mitbringen. Auch handwerkliches Geschick und technisches Interesse sind hilfreich. Ein Haupt- oder Realschulabschluss reicht für viele Ausbildungsberufe aus, für einige Techniker- oder Studienrichtungen ist Abitur oder Fachabitur erforderlich.
Praktische Erfahrungen sammeln
Der beste Weg, um herauszufinden, ob ein Beruf zu dir passt, ist immer noch: ausprobieren. Ein Praktikum bei einem regionalen Unternehmen aus der Energiebranche gibt dir einen echten Einblick in den Arbeitsalltag – ganz ohne Verpflichtung, aber mit viel Lerneffekt.
So gehst du vor
- Informiere dich über Unternehmen aus der Energiebranche in deiner Region
- Schau dir an, welche Aufgaben und Projekte die Unternehmen vorstellen
- Bewirb dich für ein Praktikum oder einen Ferienjob, der dich interessiert
- Nutze die Erfahrung, um herauszufinden, welcher Beruf zu dir passt
Was genau versteht man unter erneuerbaren Energien?
Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich natürlich immer wieder erneuern, wie Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen wie Kohle oder Öl gehen sie nicht zur Neige und verursachen deutlich weniger klimaschädliche Emissionen.
Welche Berufe gibt es im Bereich erneuerbare Energien?
Es gibt vielfältige Berufe, zum Beispiel Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Mechatroniker für Windenergieanlagen, Anlagenmechaniker, Techniker für Erneuerbare Energien oder Kaufleute für Erneuerbare Energien. Die Branche bietet sowohl technische als auch kaufmännische Einstiegsmöglichkeiten.
Welche Schulfächer sind wichtig für eine Ausbildung in der Energiebranche?
Besonders Mathematik und Physik sind für die meisten technischen Ausbildungsberufe hilfreich. Auch technisches Interesse und handwerkliches Geschick sind von Vorteil. Für viele Ausbildungen reicht ein Haupt- oder Realschulabschluss aus.
Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am Strom in Deutschland?
Im Jahr 2023 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland laut Umweltbundesamt bei rund 52 Prozent. Damit stammt erstmals mehr als die Hälfte des Stroms aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse.
Wie finde ich ein Praktikum in der Energiebranche in meiner Region?
Informiere dich über regionale Unternehmen, die sich mit praxisnahen Aufgaben vorstellen. Schau dir deren Projekte an, überlege, welcher Bereich dich interessiert, und bewirb dich direkt für ein Praktikum oder einen Ferienjob, um erste Einblicke zu sammeln.
