Kennst du das? Du zeigst jemandem dein neuestes Schulprojekt, dein selbstgebautes Regal oder dein Instagram-Foto – und wartest gespannt auf eine Reaktion. Genau in diesem Moment passiert das, worum es bei Peer-Feedback geht: Rückmeldungen von Menschen auf Augenhöhe, die dir helfen, besser zu werden. In diesem Artikel erfährst du, was Peer-Feedback wirklich bedeutet, warum es dich im Praktikum und im Berufsleben weiterbringt und wie du es richtig geben und annehmen kannst.

Was ist Peer-Feedback überhaupt?

Peer-Feedback bedeutet einfach gesagt: Rückmeldung von Gleichgestellten. „Peer“ kommt aus dem Englischen und bezeichnet Personen, die auf einer ähnlichen Stufe stehen wie du – also Mitschüler, Auszubildende im gleichen Jahrgang oder Kollegen im Team. Im Gegensatz zum Feedback von Lehrern oder Chefs erfolgt Peer-Feedback auf Augenhöhe, ohne Notendruck und ohne Hierarchie.

Das Besondere daran: Weil beide Seiten eine ähnliche Perspektive haben, fällt es oft leichter, ehrlich und konkret zu sein. Gleichzeitig lernst du dabei nicht nur, Rückmeldungen zu bekommen, sondern auch selbst wertvolle Beobachtungen weiterzugeben.

Für Schüler: Warum lohnt sich Peer-Feedback?

Warum ist Peer-Feedback im Berufsleben so wichtig?

Egal ob im Praktikum, in der Ausbildung oder im Ferienjob: Überall arbeitest du mit anderen Menschen zusammen. Studien zur Arbeitswelt zeigen immer wieder, dass Teams, die offen und konstruktiv miteinander kommunizieren, produktiver und zufriedener arbeiten. Peer-Feedback ist dabei ein zentraler Baustein.

Laut aktuellen Studien des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gehören Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit zu den am häufigsten von Unternehmen geforderten Soft Skills bei Bewerbungen. Wer schon als Schüler lernt, konstruktiv Feedback zu geben und anzunehmen, hat später im Berufsleben einen klaren Vorteil.

Feedback im Praktikum: Eine besondere Chance

Während eines Praktikums bekommst du meist Feedback von deinem Praktikumsbetreuer – das ist wichtig, aber eben nicht auf Augenhöhe. Peer-Feedback von anderen Praktikanten oder Auszubildenden im Betrieb ergänzt das perfekt: Ihr steckt in einer ähnlichen Situation, kennt die gleichen Herausforderungen und könnt euch gegenseitig ehrlich und ohne Bewertungsdruck helfen.

Wie gibst du gutes Peer-Feedback?

Gutes Feedback zu geben ist eine Kunst, die man lernen kann. Hier sind die wichtigsten Regeln:

1

Konkret sein

Statt „war gut“ lieber sagen, was genau gut war.

2

Ich-Botschaften nutzen

„Ich fand…“ statt „Du hast falsch gemacht…“

3

Sandwich-Methode

Positives – Verbesserung – Positives

4

Zeitnah geben

Feedback direkt nach der Situation ist am wirkungsvollsten.

Beispiele für gutes und weniger gutes Feedback

✅ So geht’s gut

„Deine Präsentation war klar strukturiert und du hast ruhig gesprochen. Beim nächsten Mal könntest du noch mehr Blickkontakt zum Publikum halten. Insgesamt hast du das echt gut gemacht!“

❌ Das solltest du vermeiden

„War irgendwie langweilig und du hast die ganze Zeit auf dein Blatt geschaut.“

Wie nimmst du Feedback richtig an?

Genauso wichtig wie das Geben ist das Annehmen von Feedback. Viele Menschen reagieren zunächst defensiv, wenn sie kritisiert werden – das ist völlig normal. Mit ein paar einfachen Tricks fällt es dir leichter:

Die wichtigsten Tipps zum Annehmen von Feedback

  • Erstmal zuhören: Lass die Person ausreden, bevor du dich rechtfertigst.
  • Nachfragen statt verteidigen: „Kannst du mir ein konkretes Beispiel nennen?“
  • Bedanken: Auch wenn es unangenehm ist – Feedback zu geben kostet Überwindung.
  • Sacken lassen: Du musst nicht sofort reagieren. Denk in Ruhe darüber nach.
  • Auswählen: Nicht jedes Feedback musst du eins zu eins umsetzen – aber jedes ist eine Chance zum Nachdenken.

Gut zu wissen: Feedback ist keine Kritik an dir als Person, sondern eine Rückmeldung zu einem bestimmten Verhalten oder Ergebnis. Diese Trennung macht es leichter, offen dafür zu sein.

Peer-Feedback in der Praxis: Konkrete Situationen

In der Schule

Bei Gruppenarbeiten, Referaten oder Projekten könnt ihr euch gegenseitig Rückmeldung geben – zum Inhalt, zur Präsentation oder zur Zusammenarbeit im Team.

Im Praktikum oder in der Ausbildung

Hier bietet sich Peer-Feedback besonders bei gemeinsamen Aufgaben an: Wie habt ihr als Team zusammengearbeitet? Was lief gut, was könnte beim nächsten Projekt besser laufen?

Für Unternehmen: Peer-Feedback als Teil der Ausbildungskultur

Unternehmen, die Peer-Feedback aktiv fördern, profitieren von einer offenen Kommunikationskultur und höherer Mitarbeiterzufriedenheit. Praktikanten und Auszubildende, die von Anfang an lernen, konstruktiv miteinander umzugehen, integrieren sich schneller ins Team und entwickeln sich zu eigenständig denkenden Fachkräften.

Häufige Fehler beim Peer-Feedback vermeiden

Auch wenn die Idee einfach klingt, gibt es typische Stolperfallen:

Fehler beim Geben von Feedback

  • Zu allgemein bleiben („war okay“)
  • Nur negative Punkte ansprechen
  • Feedback vor anderen Personen öffentlich äußern, wenn es unangenehm sein könnte
  • Persönlich werden statt sachlich zu bleiben

Fehler beim Annehmen von Feedback

  • Sofort in Verteidigungshaltung gehen
  • Das Feedback komplett ignorieren
  • Es persönlich nehmen, statt es als Chance zu sehen

InnoAcademy 4 School: Praxisnah statt theoretisch

Die InnoAcademy 4 School unterstützt Unternehmen dabei, sich Schülern praxisorientiert vorzustellen. Statt trockener Theorie zeigen Unternehmen anhand konkreter Aufgaben, wie der Arbeitsalltag wirklich aussieht – inklusive Themen wie Feedback-Kultur, Teamarbeit und Kommunikation. So bekommen Schüler einen echten Einblick, wie Soft Skills wie Peer-Feedback im Berufsleben tatsächlich gelebt werden.

Fazit: Peer-Feedback als Schlüssel zu besserer Zusammenarbeit

Peer-Feedback ist mehr als nur eine nette Geste unter Gleichgestellten – es ist ein wichtiges Werkzeug für deine persönliche und berufliche Entwicklung. Wer lernt, ehrlich und respektvoll Rückmeldungen zu geben und anzunehmen, verbessert nicht nur die eigene Arbeit, sondern auch das Miteinander im Team. Diese Fähigkeit wird dir nicht nur in der Schule, sondern auch im Praktikum, in der Ausbildung und im späteren Berufsleben immer wieder von Nutzen sein.

Was ist der Unterschied zwischen Peer-Feedback und Feedback vom Chef oder Lehrer?

Peer-Feedback kommt von Personen auf gleicher Ebene, zum Beispiel Mitschülern, anderen Praktikanten oder Auszubildenden im gleichen Jahrgang. Es erfolgt ohne Bewertungsdruck und Hierarchie, wodurch es oft ehrlicher und leichter anzunehmen ist als Feedback von Vorgesetzten oder Lehrkräften.

Warum sollte ich als Schüler Peer-Feedback üben?

Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit gehören zu den wichtigsten Soft Skills, die Unternehmen bei Bewerbern suchen. Wer schon in der Schule lernt, konstruktiv Feedback zu geben und anzunehmen, ist im Praktikum, in der Ausbildung und später im Berufsleben deutlich im Vorteil.

Wie gebe ich konstruktives Feedback, ohne jemanden zu verletzen?

Nutze Ich-Botschaften statt Vorwürfe, sei konkret statt allgemein und wende die Sandwich-Methode an: Beginne mit etwas Positivem, nenne dann einen Verbesserungsvorschlag und schließe wieder mit etwas Positivem ab. So bleibt das Feedback wertschätzend und hilfreich.

Was mache ich, wenn ich Feedback bekomme, das mir nicht gefällt?

Höre erst zu, ohne dich sofort zu rechtfertigen. Frage bei Unklarheiten nach konkreten Beispielen und bedanke dich für die Rückmeldung. Du musst nicht sofort reagieren – lass das Gesagte in Ruhe sacken und entscheide dann, was du davon annehmen möchtest.

Wie unterstützt die InnoAcademy 4 School Unternehmen und Schüler bei diesem Thema?

Die InnoAcademy 4 School unterstützt Unternehmen dabei, sich Schülern praxisorientiert vorzustellen. Über konkrete Aufgaben und Praxisbeispiele lernen Schüler, wie Soft Skills wie Peer-Feedback, Teamarbeit und Kommunikation im echten Arbeitsalltag gelebt werden – statt nur trockene Theorie zu vermitteln.

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