Der Fachkräftemangel bleibt auch im Februar 2026 eines der bestimmenden Themen der deutschen Wirtschaft – und betrifft längst nicht nur große Konzerne. Gerade kleine und mittlere Unternehmen in der Region spüren die Auswirkungen direkt: Stellen bleiben unbesetzt, Aufträge können nicht angenommen werden, und der Wettbewerb um junge Talente wird härter. Gleichzeitig eröffnen sich für Schülerinnen und Schüler dadurch echte Chancen: Wer sich frühzeitig mit Unternehmen vernetzt, Praktika absolviert oder einen Ferienjob annimmt, ist klar im Vorteil. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Entwicklungen vom Februar 2026 zusammen – verständlich aufbereitet für Schüler, die spannende Betriebe kennenlernen wollen, und für Unternehmer, die den Nachwuchs von morgen suchen.
Fachkräftemangel im Februar 2026 – Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
Der deutsche Arbeitsmarkt bewegt sich weiterhin in einem Spannungsfeld: Auf der einen Seite wächst die Beschäftigung leicht – vor allem durch den Zuzug von Fachkräften aus Drittstaaten. Auf der anderen Seite baut die Industrie Stellen ab. Für Schülerinnen und Schüler, die über Praktika oder Ferienjobs regionale Betriebe kennenlernen wollen, bedeutet das: Die Unternehmen suchen euch aktiver denn je. Und für Unternehmen heißt es: Wer heute in den Kontakt mit jungen Menschen investiert, sichert sich die Fachkräfte von morgen.
Was steckt hinter den Zahlen? Der DIHK-Report erklärt
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) befragt regelmäßig Tausende Unternehmen in ganz Deutschland. Der aktuelle Report zeigt: 36 Prozent der Firmen schaffen es nicht, offene Stellen zu besetzen. Das ist zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren – aber der Grund ist nicht Entspannung, sondern ein strukturelles Problem: Viele Unternehmen haben Stellen gar nicht erst ausgeschrieben, weil sie ohnehin keine Bewerbungen erwarten.
Die duale Ausbildung bleibt der Königsweg
Ein besonders spannender Befund: 57 Prozent der befragten Betriebe sehen die duale Ausbildung als den wichtigsten Weg, um Fachkräfte zu gewinnen. Das ist eine klare Botschaft – nicht nur an die Politik, sondern auch an euch Schülerinnen und Schüler: Wer eine Ausbildung beginnt, wird händeringend gesucht und hat hervorragende Perspektiven.
Was ist die duale Ausbildung?
Die duale Ausbildung kombiniert Praxis im Betrieb mit Theorie in der Berufsschule. Sie dauert in der Regel zwei bis dreieinhalb Jahre und wird in über 300 anerkannten Ausbildungsberufen angeboten. Das Besondere: Ihr verdient vom ersten Tag an eigenes Geld und lernt direkt im echten Arbeitsalltag.
Branchen-Hotspots: Wo werden Fachkräfte am dringendsten gesucht?
Nicht in jeder Branche ist der Fachkräftemangel gleich stark ausgeprägt. Einige Bereiche sind besonders betroffen – und bieten damit auch besonders gute Einstiegsmöglichkeiten für junge Menschen. Hier die wichtigsten Branchen im Überblick:
Pflege: 46.000 offene Stellen – und es werden mehr
Der Pflegebereich ist mit Abstand am stärksten betroffen. Über 46.000 Stellen sind aktuell unbesetzt. Die Gründe sind vielfältig: Die Gesellschaft altert, der Bedarf an Pflegeleistungen wächst, und gleichzeitig gehen viele erfahrene Pflegekräfte in den Ruhestand. Für Schülerinnen und Schüler, die sich sozial engagieren möchten und gerne mit Menschen arbeiten, bietet diese Branche sichere und sinnstiftende Arbeitsplätze.
IT und Digitalisierung: Die Branche der Zukunft
Ob Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit oder Softwareentwicklung – die IT-Branche wächst rasant und braucht dringend Nachwuchs. Besonders gefragt sind nicht nur Studierende, sondern auch Auszubildende zum Beispiel als Fachinformatiker oder IT-Systemkaufleute. Viele Unternehmen in der Region setzen genau hier auf Praktika, um frühzeitig Talente zu entdecken.
Handwerk: Goldener Boden für Macher
Der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ ist aktueller denn je. Ob Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungsbau oder Tischlerhandwerk – im gesamten Handwerk fehlen Fachkräfte. Gleichzeitig sind die Verdienstmöglichkeiten deutlich gestiegen, und die Aufstiegschancen (bis hin zum eigenen Meisterbetrieb) sind exzellent.
Energiewende: Neue Berufe, neue Chancen
Die Transformation hin zu erneuerbaren Energien schafft völlig neue Berufsfelder. Von der Installation von Solaranlagen über Wärmepumpen-Technik bis hin zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge – hier entstehen Arbeitsplätze, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab. Unternehmen in diesem Bereich suchen gezielt junge Menschen, die sich für Technik und Nachhaltigkeit begeistern.
Zuwanderung und Bürokratie: Was sich bewegt – und was bremst
Eine der wichtigsten Entwicklungen im Februar 2026 betrifft die Einwanderung von Fachkräften. Die Beschäftigung in Deutschland wächst aktuell vor allem durch Zuwanderung aus sogenannten Drittstaaten – also Ländern außerhalb der Europäischen Union. Gleichzeitig baut die Industrie Stellen ab, was zeigt: Der Arbeitsmarkt verändert sich strukturell.
📈 Stimmungsbild: Zustimmung zur Fachkräfteeinwanderung steigt
Laut aktuellen Umfragen befürworten 65 Prozent der Deutschen eine erleichterte Einwanderung qualifizierter Fachkräfte. Das ist ein Anstieg von 9 Prozentpunkten seit 2024. Die Bevölkerung erkennt zunehmend, dass Deutschland auf internationale Fachkräfte angewiesen ist, um den Wohlstand und die Versorgung aufrechtzuerhalten.
Bürokratie als größte Bremse
Trotz der gestiegenen Offenheit gibt es ein massives Problem: Bürokratie. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse dauert oft Monate, manchmal sogar Jahre. Visa-Verfahren sind langwierig, und regionale Ausländerbehörden sind personell unterbesetzt.
Ein konkretes Beispiel zeigt jedoch, dass es auch anders geht: Unternehmen, die gezielt Fachkräfte aus Indien rekrutieren, berichten von erstaunlich schnellen Qualifizierungserfolgen. Indische IT-Fachkräfte und Ingenieure bringen oft exzellente Grundqualifikationen mit und können nach wenigen Monaten Einarbeitung und Sprachkurs voll eingesetzt werden. Solche Erfolgsmodelle machen Mut – und zeigen, was möglich ist, wenn Bürokratie abgebaut wird.
Was bedeutet das für die Region?
Auch in unserer Region sind internationale Fachkräfte längst Teil des Arbeitsmarkts. Für Schülerinnen und Schüler bedeutet das: Ihr werdet in der Arbeitswelt von morgen mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt zusammenarbeiten. Interkulturelle Kompetenz und Offenheit sind Fähigkeiten, die immer wichtiger werden – und die ihr zum Beispiel in einem Praktikum ganz natürlich lernen könnt.
Demografie: Warum der Fachkräftemangel sich weiter verschärfen wird
Ein Faktor, der oft unterschätzt wird, ist der demografische Wandel. Die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer-Generation gehen jetzt nach und nach in Rente. In den kommenden zehn Jahren werden deutlich mehr Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden als junge Fachkräfte nachkommen. Das betrifft alle Branchen – vom Handwerk über die Verwaltung bis zur Industrie.
💡 Was bedeutet das für dich als Schüler?
Ganz einfach: Du wirst gebraucht. Unternehmen in der Region suchen nicht nur fertige Fachkräfte – sie wollen euch kennenlernen, bevor ihr euch für einen Berufsweg entscheidet. Über Praktika, Ferienjobs und Unternehmensvorstellungen bekommt ihr echte Einblicke in den Berufsalltag. Und die Betriebe lernen euch kennen. Das ist eine Win-win-Situation, wie sie im Buche steht.
🏢 Was bedeutet das für Unternehmen?
Die Rechnung ist einfach: Wer heute nicht in den Nachwuchs investiert, steht morgen ohne Fachkräfte da. Stellen Sie sich mit einer spannenden Aufgabe oder einem Praxisprojekt den Schülerinnen und Schülern der Region vor. Zeigen Sie, was Ihr Betrieb bietet – nicht nur als Arbeitgeber, sondern als Ort, an dem junge Menschen wachsen können. Praktikumsplätze, Ferienjobs und Ausbildungsangebote sind Ihre stärksten Recruiting-Werkzeuge.
Was die Bevölkerung fordert: Umfrageergebnisse Februar 2026
Aktuelle Umfragen zeigen ein klares Bild davon, welche Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel die Menschen in Deutschland unterstützen. Die Ergebnisse sind überraschend eindeutig:
Diese Zahlen zeigen: Die Gesellschaft hat verstanden, dass der Fachkräftemangel kein Randthema ist, sondern die Lebensqualität aller betrifft – von der Pflege der Großeltern bis zur Betreuung kleiner Kinder.
Duale Ausbildung vs. Studium: Was die Zahlen sagen
In der öffentlichen Debatte wird oft das Studium als Königsweg dargestellt. Die aktuellen Zahlen zeichnen ein differenzierteres Bild. Die duale Ausbildung erlebt eine echte Renaissance – nicht zuletzt, weil Unternehmen gezielt in diesen Bereich investieren.
🎓 Duale Ausbildung
- 57 % der Betriebe setzen darauf als wichtigstes Instrument
- Eigenes Gehalt ab Tag 1
- Direkter Praxisbezug
- Übernahmequoten oft über 70 %
- Weiterbildung zum Meister oder Techniker möglich
🏫 Studium
- Wichtig für bestimmte Berufsfelder (Medizin, Jura, Forschung)
- Oft kein Einkommen während des Studiums
- Berufseinstieg erst nach 3–5+ Jahren
- Hoher Theorie-Anteil
- Duales Studium als Kompromiss immer beliebter
Wichtig: Es geht hier nicht um „besser“ oder „schlechter“. Beide Wege haben ihre Berechtigung. Aber die Zahlen des DIHK-Reports machen deutlich, dass die duale Ausbildung in vielen Branchen der schnellste und sicherste Weg in eine erfolgreiche Karriere ist – und von der Wirtschaft aktiv bevorzugt wird.
Konkret werden: So funktioniert der Kontakt zwischen Schülern und Unternehmen
Auf unserer Plattform bringen wir Schülerinnen und Schüler mit regionalen Unternehmen zusammen – und zwar auf eine ganz besondere Art: Unternehmen stellen sich über eine praxisnahe Aufgabe vor. So bekommt ihr einen echten Eindruck davon, was in einem Betrieb passiert – ganz ohne langweilige Präsentationen.
Für Schülerinnen und Schüler
So profitiert ihr:
- Echte Einblicke: Löst eine Aufgabe, wie sie im echten Berufsalltag vorkommt
- Unternehmen entdecken: Lernt spannende Betriebe in eurer Region kennen, von denen ihr vielleicht noch nie gehört habt
- Kontakte knüpfen: Kommt direkt mit Ansprechpersonen in den Betrieben in Kontakt
- Praktikum oder Ferienjob finden: Viele Unternehmen bieten direkt die Möglichkeit, vorbeizukommen und mitzuarbeiten
Für Unternehmen
So erreichen Sie den Nachwuchs:
- Sichtbarkeit schaffen: Präsentieren Sie Ihren Betrieb dort, wo Schüler aktiv suchen
- Praxis zeigen: Eine spannende Aufgabe sagt mehr als jede Imageanzeige
- Talente entdecken: Erkennen Sie frühzeitig, welche Schüler zu Ihrem Unternehmen passen
- Pipeline aufbauen: Vom Praktikum über den Ferienjob zur Ausbildung – der kürzeste Weg zur neuen Fachkraft
Fazit: Februar 2026 zeigt – Handeln lohnt sich
Die Daten vom Februar 2026 senden eine unmissverständliche Botschaft: Der Fachkräftemangel ist real, strukturell und wird sich durch den demografischen Wandel weiter verschärfen. Gleichzeitig gibt es mehr Lösungsansätze denn je – von der Stärkung der dualen Ausbildung über den Abbau bürokratischer Hürden bei der Zuwanderung bis hin zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Für Schülerinnen und Schüler heißt das: Ihr seid in einer starken Position. Unternehmen buhlen um euch. Nutzt die Möglichkeit, über Praktika und Ferienjobs verschiedene Betriebe kennenzulernen – nicht um euch zu orientieren, sondern um zu erleben, was euch begeistert.
Für Unternehmen gilt: Jeder Kontakt zu einem jungen Menschen ist eine Investition in die Zukunft eures Betriebs. Stellt euch den Schülern mit einer spannenden Aufgabe vor, bietet Praktikumsplätze und Ferienjobs an – und macht den ersten Schritt. Die Fachkräfte von morgen warten nicht. Sie wollen entdecken.
Wie viele Unternehmen in Deutschland können aktuell offene Stellen nicht besetzen?
Laut dem aktuellen DIHK-Report vom Februar 2026 können 36 Prozent der befragten Unternehmen ihre offenen Stellen nicht besetzen. Obwohl dieser Wert leicht rückläufig ist, handelt es sich um ein strukturelles Problem, da viele Betriebe Stellen gar nicht mehr ausschreiben, weil sie keine Bewerbungen erwarten.
Welche Branchen sind vom Fachkräftemangel im Februar 2026 am stärksten betroffen?
Besonders betroffen sind die Pflege mit über 46.000 offenen Stellen, die IT- und Digitalisierungsbranche, das Handwerk sowie der Bereich Energiewende und Klimatechnik. Auch in der Kinderbetreuung und Erziehung fehlen viele Fachkräfte. Gerade in diesen Branchen haben Schülerinnen und Schüler über Praktika und Ausbildungen besonders gute Einstiegschancen.
Warum setzen 57 Prozent der Betriebe auf die duale Ausbildung?
Die duale Ausbildung kombiniert praktische Arbeit im Betrieb mit theoretischem Unterricht in der Berufsschule. Unternehmen schätzen dieses Modell, weil Auszubildende vom ersten Tag an praxisnah lernen und sich schnell in den Betrieb integrieren. Außerdem verdienen Auszubildende bereits eigenes Geld, und die Übernahmequoten nach der Ausbildung liegen in vielen Branchen bei über 70 Prozent.
Wie können Schüler über die Plattform Unternehmen in der Region kennenlernen?
Unternehmen stellen sich auf unserer Plattform mit einer praxisnahen Aufgabe vor. Schülerinnen und Schüler können diese Aufgaben lösen und bekommen so einen echten Einblick in den Berufsalltag. Darüber entstehen direkte Kontakte zu Betrieben, die Praktikumsplätze, Ferienjobs und Ausbildungsstellen anbieten.
Was können Unternehmen tun, um trotz Fachkräftemangel junge Talente zu gewinnen?
Unternehmen sollten frühzeitig den Kontakt zu Schülerinnen und Schülern suchen. Besonders wirkungsvoll ist es, sich mit einer spannenden, praxisnahen Aufgabe vorzustellen und konkrete Angebote wie Praktika, Ferienjobs und Ausbildungsplätze zu machen. Der Weg vom ersten Kennenlernen über ein Praktikum bis zur Ausbildung ist der effektivste Recruiting-Kanal für den Nachwuchs.