Du interessierst dich für kreative Handwerksberufe und möchtest mit Farben arbeiten? Oder bist du ein Unternehmen aus Mittelsachsen, das nach motivierten Nachwuchskräften sucht? Die Ausbildung zum Maler und Lackierer bietet vielseitige Möglichkeiten – von der Gestaltung von Innenräumen über Fassadenarbeiten bis hin zu kreativen Beschichtungstechniken. In Mittelsachsen gibt es zahlreiche Betriebe, die praktische Einblicke durch Schnupperpraktika und die Innoacademy 4 School bieten, damit du den Beruf authentisch kennenlernen kannst, bevor du dich für ein reguläres Praktikum oder eine Ausbildung entscheidest.

Übersicht

Was macht eigentlich ein Maler und Lackierer?

Der Beruf des Malers und Lackierers ist deutlich vielseitiger, als viele denken. Klar, Wände streichen gehört dazu – aber das ist nur ein kleiner Teil der täglichen Arbeit. Als Maler und Lackierer gestaltest du Räume, schützt Oberflächen vor Witterungseinflüssen und sorgst dafür, dass Gebäude nicht nur gut aussehen, sondern auch langfristig erhalten bleiben.

3
Jahre Ausbildungsdauer
900-1.050€
Ausbildungsvergütung im 1. Jahr
35-40
Wochenstunden
2.400-3.200€
Einstiegsgehalt nach Ausbildung

Die drei Fachrichtungen im Überblick

Die Ausbildung zum Maler und Lackierer bietet dir drei verschiedene Fachrichtungen, zwischen denen du wählen kannst:

Gestaltung und Instandhaltung

Diese Fachrichtung ist die beliebteste und vielseitigste. Du arbeitest hauptsächlich in Innenräumen und an Fassaden, gestaltest Wände mit verschiedenen Techniken und kümmerst dich um Renovierungen und Sanierungen.

  • Tapezieren und Wandgestaltung
  • Fassadenanstriche und -beschichtungen
  • Spachteltechniken und Oberflächenvorbereitung
  • Dekorative Maltechniken

Bauten- und Korrosionsschutz

Hier liegt der Fokus auf dem Schutz von Bauwerken und Industrieanlagen. Du arbeitest oft an großen Objekten wie Brücken, Türmen oder Industriegebäuden und sorgst dafür, dass diese vor Rost und Witterung geschützt sind.

  • Korrosionsschutz für Metall
  • Betonschutz und -instandsetzung
  • Industriebeschichtungen
  • Arbeit in der Höhe (Gerüste, Hebebühnen)

Kirchenmalerei und Denkmalpflege

Die künstlerischste Fachrichtung: Du restaurierst historische Malereien, arbeitest an denkmalgeschützten Gebäuden und wendest traditionelle Handwerkstechniken an. Diese Spezialisierung ist besonders gefragt bei Restaurierungsprojekten.

  • Restaurierung historischer Oberflächen
  • Vergoldung und Ornamentik
  • Schablonentechniken
  • Arbeit nach Denkmalschutzauflagen

Deine typischen Aufgaben als Maler und Lackierer

Der Arbeitsalltag in diesem Beruf ist abwechslungsreich und bringt dich an unterschiedliche Orte – von Privatwohnungen über Neubauprojekte bis hin zu Industrieanlagen. Hier ein Einblick in deine täglichen Tätigkeiten:

  • Untergrundvorbereitung: Bevor es ans Streichen geht, müssen Oberflächen gereinigt, geschliffen und grundiert werden – die Basis für ein perfektes Ergebnis.
  • Farben mischen: Du lernst, Farbtöne genau nach Kundenwunsch zu mischen und anzupassen.
  • Verschiedene Anstrichtechniken: Von Rollen und Streichen über Spritzen bis hin zu Spachteltechniken und Lasuren.
  • Tapezieren: Vom klassischen Tapezieren bis zu modernen Wandbekleidungen und Vliesarbeiten.
  • Fassadengestaltung: Außenanstriche, Wärmedämmverbundsysteme und Fassadenbeschichtungen.
  • Bodenverlegung: Auch Bodenbeläge wie Teppich, Laminat oder Vinyl gehören zum Tätigkeitsfeld.
  • Gerüstbau: Du lernst, Arbeitsgerüste aufzubauen und sicher zu nutzen.
  • Kundengespräche: Beratung zu Farben, Techniken und Materialien gehört ebenfalls dazu.

Für Schüler: Was du mitbringen solltest

Du fragst dich, ob der Beruf zu dir passt? Diese Eigenschaften helfen dir dabei, erfolgreich zu sein:

  • Kreativität: Ein Auge für Farben und Formen ist wichtig
  • Handwerkliches Geschick: Du arbeitest präzise mit verschiedenen Werkzeugen
  • Körperliche Fitness: Du bist oft auf den Beinen, arbeitest auch über Kopf und trägst Materialien
  • Sorgfalt: Sauberes und genaues Arbeiten ist entscheidend für das Ergebnis
  • Teamfähigkeit: Du arbeitest oft mit Kollegen zusammen
  • Schwindelfreiheit: Bei Fassadenarbeiten geht es auch mal hoch hinaus

Die Ausbildung zum Maler und Lackierer in Mittelsachsen

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung dauert drei Jahre und folgt dem dualen System – das bedeutet, du lernst sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. In Mittelsachsen gibt es zahlreiche Handwerksbetriebe, die Ausbildungsplätze anbieten, vom kleinen Malerbetrieb bis zum größeren Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern.

1. Ausbildungsjahr

Grundlagen schaffen: Du lernst die Basistechniken kennen – Untergrundvorbereitung, einfache Anstriche, Werkzeugkunde und Arbeitssicherheit. In der Berufsschule stehen Farbenlehre, technisches Zeichnen und Materialkunde auf dem Stundenplan.

Vergütung: 900-1.050 Euro brutto pro Monat (je nach Betrieb und Tarifbindung)

2. Ausbildungsjahr

Vertiefung der Kenntnisse: Jetzt wird es spezifischer – du arbeitest an komplexeren Projekten, lernst verschiedene Beschichtungssysteme kennen und wendest kreative Gestaltungstechniken an. Am Ende des zweiten Jahres steht die Zwischenprüfung an.

Vergütung: 1.000-1.150 Euro brutto pro Monat

3. Ausbildungsjahr

Spezialisierung und Perfektionierung: Du arbeitest zunehmend eigenständig an Projekten, vertiefst deine gewählte Fachrichtung und bereitest dich auf die Gesellenprüfung vor. Diese besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.

Vergütung: 1.150-1.300 Euro brutto pro Monat

Berufsschulstandorte in der Region

Die theoretische Ausbildung findet an Berufsschulzentren statt. In Mittelsachsen und der näheren Umgebung gibt es mehrere Standorte:

  • BSZ Freiberg „Julius Weisbach“: Berufsschulzentrum mit Fachklassen für Maler und Lackierer
  • BSZ Döbeln-Mittweida: Regionales Kompetenzzentrum für verschiedene Handwerksberufe
  • BSZ Chemnitz: Für manche Ausbildungsbetriebe in Mittelsachsen ist auch Chemnitz der nächstgelegene Standort

Der Berufsschulunterricht findet in der Regel als Blockunterricht statt – das bedeutet, du bist mehrere Wochen am Stück in der Schule und danach wieder im Betrieb.

Der Weg zum Praktikum: Schnupperpraktika und Innoacademy 4 School

Warum erst schnuppern, dann richtig praktizieren?

Bevor du dich für ein mehrwöchiges Schülerpraktikum oder gar eine Ausbildung entscheidest, ist es sinnvoll, den Beruf erstmal in einem kurzen Schnupperpraktikum kennenzulernen. Viele Betriebe in Mittelsachsen bieten solche Möglichkeiten an – oft schon für einen oder zwei Tage.

Was ist die Innoacademy 4 School?

Die Innoacademy 4 School ist ein innovatives Programm, das Schülerinnen und Schülern hilft, Berufe praxisnah kennenzulernen. Durch strukturierte Aufgaben und Projekte kannst du verschiedene Tätigkeitsfelder ausprobieren und herausfinden, welcher Beruf wirklich zu dir passt.

Vorteile für Schüler:

  • Niedrigschwelliger Einstieg ohne langfristige Verpflichtung
  • Konkrete Aufgaben, die dir zeigen, was dich erwartet
  • Direkter Kontakt zu Unternehmen aus deiner Region
  • Gute Vorbereitung auf ein späteres „richtiges“ Praktikum
  • Möglichkeit, mehrere Berufe zu testen

Typische Aufgaben im Schnupperpraktikum Maler/Lackierer

Was kannst du in einem kurzen Schnupperpraktikum erwarten? Hier ein realistischer Einblick:

Tag 1: Kennenlernen und Grundlagen

  • Betriebsführung und Sicherheitseinweisung
  • Kennenlernen der wichtigsten Werkzeuge
  • Untergrundvorbereitung: Abkleben und Abdecken
  • Erste Streichübungen auf Testflächen
  • Farben mischen und Farbproben erstellen

Tag 2-3: Erste praktische Arbeiten

  • Mitarbeit bei einfachen Anstricharbeiten
  • Schleifen und Grundieren
  • Verschiedene Maltechniken ausprobieren
  • Tapezierarbeiten beobachten oder unterstützen
  • Werkstatt- und Materialkunde

Für Unternehmen: So nutzen Sie Schnupperpraktika optimal

Als Malerbetrieb in Mittelsachsen profitieren Sie mehrfach von Schnupperpraktika und der Innoacademy 4 School:

  • Talente frühzeitig erkennen: Sie sehen schnell, wer handwerkliches Geschick mitbringt
  • Arbeitskräftebindung: Schüler, die Sie früh kennenlernen, kommen eher für Ausbildungen zurück
  • Niedrige Einstiegshürde: Kurze Praktika bedeuten weniger organisatorischen Aufwand
  • Imagegewinn: Zeigen Sie sich als ausbildungsfreundlicher Betrieb in der Region
  • Gezielte Aufgaben: Über die Innoacademy können Sie konkrete Projekte definieren, die zu Ihrem Betrieb passen

Tipp: Gestalten Sie das Schnupperpraktikum abwechslungsreich – zeigen Sie verschiedene Facetten Ihres Berufs, von kreativen Gestaltungsarbeiten bis zur technischen Seite.

Vom Schnupperpraktikum zum regulären Praktikum

Das Schülerpraktikum (meist 2-3 Wochen)

Nach einem erfolgreichen Schnupperpraktikum folgt oft das reguläre Schülerpraktikum, das meist im Rahmen der Schule stattfindet. Hier tauchst du deutlich tiefer in den Arbeitsalltag ein:

Woche 1: Integration ins Team

Du begleitest erfahrene Maler auf verschiedene Baustellen, lernst die Abläufe kennen und übernimmst bereits eigenständig einfache Tätigkeiten wie Vorbereitungsarbeiten, Abkleben und Streichen unter Anleitung.

Woche 2: Eigenständiges Arbeiten

Du arbeitest zunehmend selbstständig an kleineren Projekten, lernst verschiedene Techniken kennen und darfst vielleicht sogar schon bei Kundengesprächen dabei sein. Am Ende dokumentierst du deine Erfahrungen für die Schule.

Was gehört in deinen Praktikumsbericht?

  • Betriebsvorstellung: Beschreibe den Betrieb, seine Größe und Spezialisierung
  • Tätigkeitsbeschreibung: Was hast du konkret gemacht? Welche Aufgaben übernommen?
  • Tagesabläufe: Dokumentiere typische Arbeitstage
  • Techniken und Materialien: Welche Werkzeuge und Materialien hast du kennengelernt?
  • Persönliche Einschätzung: Kannst du dir vorstellen, diesen Beruf zu erlernen?
  • Fotos: (Mit Erlaubnis des Betriebs) Dokumentiere deine Arbeit bildlich

Nach der Ausbildung: Karrierewege und Weiterbildung

Mit dem Gesellenbrief in der Tasche stehen dir viele Türen offen. Der Malerberuf bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung und Weiterbildung:

Meisterprüfung

Nach einigen Jahren Berufserfahrung kannst du den Meistertitel erwerben. Als Malermeister darfst du einen eigenen Betrieb führen und selbst ausbilden. Die Meisterschule dauert in Vollzeit etwa ein Jahr.

Spezialisierungen

Restaurator im Malerhandwerk, Fachmann für Wärmedämmverbundsysteme, Bodenleger, Vergolder oder Bautenschutz-Spezialist – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Studium

Mit Meisterbrief oder Fachhochschulreife kannst du auch studieren, z.B. Bauingenieurwesen oder Architektur. Viele kombinieren Praxis und Theorie.

Selbstständigkeit

Mit Meistertitel kannst du deinen eigenen Malerbetrieb gründen. Viele erfolgreiche Unternehmen in Mittelsachsen haben als Ein-Mann-Betrieb angefangen.

Gehaltsaussichten im Beruf

Die Verdienstmöglichkeiten variieren je nach Region, Betriebsgröße und Qualifikation:

  • Ausgelernte Gesellen: 2.400-3.200 Euro brutto (je nach Bundesland und Betrieb)
  • Erfahrene Fachkräfte: 2.800-3.800 Euro brutto
  • Vorarbeiter/Kolonnenführer: 3.200-4.200 Euro brutto
  • Malermeister (angestellt): 3.500-5.000 Euro brutto
  • Selbstständige Malermeister: Stark abhängig vom Auftragsvolumen, durchschnittlich 3.500-6.000 Euro netto

Hinweis: Die Angaben sind Durchschnittswerte aus 2024 und können je nach Region und Betrieb variieren. In Mittelsachsen liegen die Gehälter oft im mittleren bis oberen Bereich dieser Spannen.

Arbeitsmarkt und Zukunftsaussichten in Mittelsachsen

Die Perspektiven für Maler und Lackierer sind ausgesprochen gut – und das hat mehrere Gründe:

Demografischer Wandel

Viele erfahrene Maler gehen in den nächsten Jahren in Rente. Gleichzeitig gibt es zu wenig Nachwuchs. Das bedeutet: Ausbildungsplätze und Jobs sind sicher, und die Chancen auf Übernahme nach der Ausbildung sind sehr hoch.

Renovierungsbedarf

Viele Gebäude in Deutschland – auch in Mittelsachsen – sind sanierungsbedürftig. Die energetische Sanierung und Modernisierung von Wohnungen und Häusern sorgt für kontinuierliche Aufträge.

Besonderheiten in Mittelsachsen

Die Region Mittelsachsen bietet für angehende Maler und Lackierer besondere Vorteile:

  • Vielfältige Betriebsstruktur: Von kleinen Familienbetrieben bis zu größeren Unternehmen
  • Denkmalschutz: Viele historische Gebäude bieten Möglichkeiten zur Spezialisierung
  • Industrie: Industriebetriebe benötigen Korrosionsschutz und Spezialbeschichtungen
  • Wohnungsbau: Neubaugebiete und Modernisierungen sorgen für Aufträge
  • Kurze Wege: Überschaubare Region mit guter Verkehrsanbindung

Bewerbung und erste Schritte

So findest du deinen Praktikums- oder Ausbildungsplatz

Du bist überzeugt und möchtest loslegen? Hier sind die konkreten Schritte:

Für Schüler: Dein Weg zum Praktikum

  1. Recherche: Suche Malerbetriebe in deiner Nähe – über Google, die Handwerkskammer oder Portale wie die Innoacademy 4 School
  2. Erstkontakt: Ruf an oder schreib eine E-Mail. Stelle dich kurz vor und frage nach Möglichkeiten für ein Schnupperpraktikum
  3. Bewerbung: Für längere Praktika brauchst du meist eine kurze Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, letztes Zeugnis)
  4. Vorstellungsgespräch: Bei manchen Betrieben gibt es ein kurzes Kennenlerngespräch
  5. Zusage und Organisation: Kläre Zeiten, Arbeitskleidung und was du mitbringen sollst

Wichtig: Sei authentisch und zeige echtes Interesse. Handwerksbetriebe legen viel Wert auf Motivation und Zuverlässigkeit!

Für Unternehmen: So finden Sie die richtigen Praktikanten

Als Malerbetrieb in Mittelsachsen können Sie aktiv auf Schüler zugehen:

  • Registrierung bei Praktikumsplattformen: Nutzen Sie die Innoacademy 4 School und regionale Portale
  • Kooperation mit Schulen: Kontaktieren Sie Berufsberater an Oberschulen und Gymnasien
  • Tag der offenen Tür: Laden Sie interessierte Schüler in Ihren Betrieb ein
  • Social Media: Zeigen Sie auf Instagram oder Facebook, wie Ihr Arbeitsalltag aussieht
  • Ausbildungsmessen: Präsentieren Sie sich auf regionalen Berufsmessen
  • Handwerkskammer: Nutzen Sie die Vermittlungsdienste der HWK Chemnitz

Tipp: Definieren Sie konkrete, spannende Aufgaben für Praktikanten. „Du darfst bei uns ein Zimmer selbstständig grundieren und streichen“ klingt viel attraktiver als „Du hilfst uns bei verschiedenen Tätigkeiten“.

Was gehört in eine gute Bewerbung?

Auch wenn Handwerksbetriebe oft weniger formell sind als Großunternehmen, ist eine ordentliche Bewerbung wichtig:

Anschreiben – kurz und knackig

  • Warum interessierst du dich für den Malerberuf?
  • Warum möchtest du ausgerechnet in diesem Betrieb arbeiten?
  • Welche Fähigkeiten bringst du mit? (z.B. handwerkliches Geschick, Kreativität, Teamfähigkeit)
  • Wann bist du verfügbar?

Lebenslauf – übersichtlich strukturiert

  • Persönliche Daten (Name, Adresse, Kontaktdaten)
  • Schulbildung (aktuelle Schule, angestrebter Abschluss)
  • Praktische Erfahrungen (auch Hobbys wie Renovierungsarbeiten zu Hause zählen!)
  • Hobbys und Interessen (besonders relevant: handwerkliche oder kreative Tätigkeiten)

Nachhaltigkeit und moderne Entwicklungen im Malerhandwerk

Der Beruf des Malers und Lackierers entwickelt sich ständig weiter. Moderne Technologien und Umweltbewusstsein prägen die Branche:

Ökologische Materialien

Immer mehr Betriebe setzen auf umweltfreundliche, lösungsmittelfreie Farben und natürliche Materialien. Du lernst in der Ausbildung den Umgang mit Naturfarben, Kalkputzen und nachhaltigen Beschichtungen.

Digitalisierung

Moderne Maler nutzen digitale Tools zur Farbplanung, Apps für Aufmaße und Abrechnungen sowie computergestützte Gestaltungsprogramme für Kundenpräsentationen.

  • Wärmedämmung: Energieeffiziente Beschichtungen und Dämmsysteme werden immer wichtiger
  • Smart Coatings: Innovative Beschichtungen mit selbstreinigenden oder luftreinigenden Eigenschaften
  • Digitale Farbmessung: Präzise Farbbestimmung per Spektralphotometer
  • 3D-Visualisierung: Kunden können ihr Zuhause vor der Umsetzung digital sehen
  • Gesundheitsschutz: Allergiefreie und emissionsarme Produkte für sensible Bereiche

Typische Arbeitsorte und Arbeitszeiten

Als Maler und Lackierer bist du viel unterwegs und siehst jeden Tag etwas Neues. Die Arbeitsorte sind extrem vielfältig:

Privathäuser

Renovierungen, Umzugsrenovierungen, individuelle Gestaltungswünsche – hier arbeitest du meist in Wohnräumen und hast direkten Kundenkontakt.

Neubauten

Große Bauprojekte mit mehreren Gewerken. Hier arbeitet man oft in Teams und nach festem Zeitplan.

Gewerbeobjekte

Büros, Geschäfte, öffentliche Gebäude – oft anspruchsvolle Projekte mit speziellen Anforderungen.

Industrieanlagen

Bei Spezialisierung auf Korrosionsschutz: Brücken, Türme, Produktionshallen – oft mit Höhenarbeiten.

Arbeitszeiten im Überblick

  • Reguläre Arbeitszeit: Meist 7:00-16:00 Uhr (35-40 Stunden/Woche)
  • Saisonalität: Im Sommer mehr Außenarbeiten, im Winter mehr Innenarbeiten
  • Flexibilität: Manchmal Anpassung an Kundenwünsche (z.B. in bewohnten Objekten)
  • Überstunden: Gelegentlich bei Endspurts vor Terminabgaben
  • Wochenenden: Normalerweise frei, außer bei Notfällen oder speziellen Projekten

Bereit für deinen Start in den Malerberuf?

Egal ob Schnupperpraktikum, Schülerpraktikum oder direkt die Ausbildung – der erste Schritt ist immer der wichtigste. In Mittelsachsen warten zahlreiche Betriebe darauf, dich kennenzulernen und ihr Handwerk zu zeigen.

Nutze die Innoacademy 4 School, um unkompliziert erste Kontakte zu knüpfen und den Beruf des Malers und Lackierers hautnah zu erleben!

Häufige Vorurteile und was wirklich stimmt

Zum Abschluss räumen wir mit einigen hartnäckigen Vorurteilen über den Malerberuf auf:

❌ Vorurteil: „Das kann doch jeder selbst“

✅ Realität: Professionelles Malen erfordert Fachwissen über Untergründe, Materialien und Techniken. Ein Profi erkennt Probleme, die Laien übersehen, und erzielt Ergebnisse, die viele Jahre halten.

❌ Vorurteil: „Nur Wände streichen ist langweilig“

✅ Realität: Der Beruf ist unglaublich vielseitig – von kreativer Raumgestaltung über technische Beschichtungen bis zur Denkmalpflege. Kein Projekt gleicht dem anderen.

❌ Vorurteil: „Schlechte Karrierechancen“

✅ Realität: Mit Meisterbrief kannst du dich selbstständig machen, und gute Fachkräfte sind sehr gefragt. Die Aufstiegschancen sind ausgezeichnet.

❌ Vorurteil: „Nur für Hauptschüler“

✅ Realität: Jeder Schulabschluss ist willkommen. Viele Realschüler und sogar Abiturienten entscheiden sich bewusst für diese kreative und vielseitige Ausbildung.

Welchen Schulabschluss brauche ich für eine Ausbildung zum Maler und Lackierer?

Formal ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen Bewerber mit Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss ein. Wichtiger als Noten sind handwerkliches Geschick, Motivation und Zuverlässigkeit. Auch mit einem weniger guten Zeugnis hast du gute Chancen, wenn du im Praktikum überzeugst.

Wie lange dauert ein Schnupperpraktikum und was kostet es?

Ein Schnupperpraktikum dauert meist 1-3 Tage und ist für Schüler völlig kostenlos. Es ist eine unverbindliche Möglichkeit, den Beruf kennenzulernen. Manche Betriebe bieten auch längere Schnupperphasen in den Ferien an. Eine Vergütung gibt es bei kurzen Schnupperpraktika normalerweise nicht, aber du sammelst wertvolle Erfahrungen für deine Berufswahl.

Kann ich als Maler und Lackierer auch im Büro arbeiten oder ist es nur körperliche Arbeit?

Als ausgelernte Fachkraft bist du hauptsächlich praktisch tätig, aber es gibt durchaus Büroaufgaben: Angebote schreiben, Aufmaße erstellen, Materialbestellungen und Kundengespräche gehören dazu. Mit Weiterbildung zum Meister oder in leitenden Positionen steigt der organisatorische Anteil deutlich. Als selbstständiger Malermeister verbringst du etwa 30-40% deiner Zeit mit Planung, Verwaltung und Akquise.

Was passiert, wenn ich im Praktikum merke, dass der Beruf doch nichts für mich ist?

Das ist völlig normal und genau der Sinn eines Praktikums! Du brichst das Praktikum nicht ab, sondern ziehst wertvolle Erkenntnisse daraus. Sprich offen mit deinem Betreuer im Betrieb darüber, was dir nicht gefällt – vielleicht gibt es andere Bereiche im Betrieb, die besser passen. Für deinen Praktikumsbericht ist diese ehrliche Reflexion sogar wichtig. Lieber jetzt merken, dass es nicht passt, als nach einem Jahr Ausbildung.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich nach der Ausbildung zum Maler und Lackierer?

Die Karrieremöglichkeiten sind vielfältig: Nach der Gesellenprüfung kannst du dich zum Vorarbeiter oder Kolonnenführer weiterentwickeln. Mit einigen Jahren Berufserfahrung steht dir die Meisterprüfung offen, die den Weg zur Selbstständigkeit ebnet. Alternativ kannst du dich spezialisieren (z.B. Restaurator, Bautenschutz-Fachmann) oder mit Fachhochschulreife studieren. Viele erfolgreiche Unternehmer haben als Maler angefangen.

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