Niederwiesa entwickelt sich zunehmend zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, die nach qualifizierten Nachwuchskräften suchen. Die Verbindung zwischen lokalen Betrieben und Schülern wird dabei immer wichtiger – denn hier entscheidet sich, wer die Fachkräfte von morgen werden. Innovative Ansätze in der Talentakquise, wie Schulkooperationen und Ferienpraktika, bieten beiden Seiten spannende Möglichkeiten: Unternehmen können sich authentisch präsentieren, während Schüler echte Einblicke in die Arbeitswelt erhalten.
Warum Talentakquise in Niederwiesa wichtig ist
Die Region Niederwiesa im Landkreis Mittelsachsen steht vor ähnlichen Herausforderungen wie viele mittelständisch geprägte Regionen in Deutschland: Der demografische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel erfordern neue Strategien in der Nachwuchsgewinnung. Mit rund 4.200 Einwohnern bietet Niederwiesa eine überschaubare, aber wirtschaftlich aktive Gemeinschaft mit diversen Unternehmen aus Handwerk, Produktion und Dienstleistung.
Moderne Talentakquise bedeutet mehr als nur Stellenanzeigen zu schalten. Es geht darum, authentische Beziehungen aufzubauen und jungen Menschen echte Einblicke in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Gerade in kleineren Gemeinden wie Niederwiesa haben Unternehmen die Chance, sich persönlich und direkt zu präsentieren.
Schulkooperationen als Brücke zwischen Bildung und Wirtschaft
Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen hat sich als besonders effektive Methode der Nachwuchsgewinnung etabliert. In Niederwiesa und den umliegenden Gemeinden wie Braunsdorf, Lichtenwalde und Falkenau gibt es zahlreiche Schulen, deren Schüler von solchen Kooperationen profitieren können.
Welche Formen der Schulkooperation gibt es?
Betriebsbesichtigungen
Schülergruppen besuchen Ihr Unternehmen für 2-4 Stunden und erhalten Einblicke in Arbeitsabläufe, Berufsbilder und Unternehmenskultur. Ideal für erste Kontakte und zur Imagepflege.
Praxisprojekte
Schüler arbeiten an konkreten Aufgabenstellungen aus Ihrem Betrieb. Dies kann im Rahmen von Projektwochen oder als langfristiges Schulprojekt erfolgen.
Ausbildungsmessen
Präsentieren Sie Ihr Unternehmen direkt an Schulen oder bei regionalen Berufsorientierungsveranstaltungen. Persönlicher Kontakt schafft Vertrauen.
Expertenvorträge
Mitarbeiter aus Ihrem Unternehmen berichten im Unterricht über ihren Berufsalltag, technische Entwicklungen oder branchenspezifische Themen.
Patenschaften
Langfristige Partnerschaften zwischen Unternehmen und Schulen ermöglichen kontinuierliche Zusammenarbeit und nachhaltige Beziehungen.
Schnupperpraktika
Kurze 1-3 tägige Praktika ermöglichen schnelle Einblicke ohne großen organisatorischen Aufwand für beide Seiten.
Vorteile für Unternehmen in Niederwiesa
- Frühzeitige Bindung potentieller Auszubildender
- Steigerung der regionalen Bekanntheit
- Zugang zu motivierten Nachwuchskräften
- Reduzierung von Fehlbesetzungen durch Vorkenntnisse
- Positive Außenwirkung als ausbildungsfreundlicher Betrieb
- Aufbau eines Talentpools für zukünftige Besetzungen
So initiieren Sie eine Schulkooperation
1. Kontaktaufnahme
Wenden Sie sich direkt an Schulen in Niederwiesa und Umgebung. Ansprechpartner sind meist Berufsberatungslehrer oder die Schulleitung. Ein persönliches Gespräch ist effektiver als eine E-Mail.
2. Bedarfsanalyse
Klären Sie gemeinsam mit der Schule, welche Form der Zusammenarbeit sinnvoll ist. Berücksichtigen Sie dabei Lehrpläne, Jahrgangsstufen und zeitliche Rahmenbedingungen.
3. Konzeptentwicklung
Erstellen Sie ein konkretes Angebot: Was können Schüler bei Ihnen lernen? Welche Aufgaben erwarten sie? Wie ist der zeitliche Ablauf? Je präziser, desto besser.
4. Umsetzung
Starten Sie mit einem Pilotprojekt. Sammeln Sie Erfahrungen und optimieren Sie kontinuierlich. Feedback von Schülern und Lehrern ist dabei wertvoll.
5. Verstetigung
Bei erfolgreicher Zusammenarbeit etablieren Sie regelmäßige Termine und feste Ansprechpartner auf beiden Seiten. Langfristige Partnerschaften zahlen sich aus.
Ferienpraktika: Intensiveinblicke in den Berufsalltag
Ferienpraktika bieten eine hervorragende Möglichkeit für Schüler, tiefere Einblicke in Unternehmen zu gewinnen, ohne dass der Schulalltag leidet. Für Unternehmen in Niederwiesa sind sie ein ideales Instrument, um potentielle Auszubildende intensiv kennenzulernen.
Warum sind Ferienpraktika besonders wertvoll?
Für Schüler: Ohne Zeitdruck und Notenstress können sie sich voll auf die praktische Arbeit konzentrieren. Die Ferienzeit erlaubt längere zusammenhängende Praktikumsphasen, in denen echte Projekte bearbeitet werden können. Schüler lernen den echten Arbeitsalltag kennen – nicht nur eine geschönte Version.
Für Unternehmen: Sie haben mehr Zeit, die Fähigkeiten und die Motivation der Praktikanten einzuschätzen. Ferienpraktikanten können in laufende Projekte eingebunden werden und leisten tatsächlich produktive Arbeit. Die Entscheidung für oder gegen eine spätere Ausbildung fällt auf fundierter Basis.
Optimale Gestaltung von Ferienpraktika
| Aspekt | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Dauer | 2-4 Wochen | Ausreichend für substantielle Einblicke, nicht zu lange für Schüler |
| Zeitpunkt | Sommer- oder Herbstferien | Längere Ferienzeiten, meist besseres Wetter für Außenaktivitäten |
| Betreuung | Fester Mentor | Kontinuierlicher Ansprechpartner schafft Sicherheit und Lernstruktur |
| Aufgaben | Mix aus Beobachtung und eigenem Tun | Theorie und Praxis verbinden, aktive Teilnahme motiviert |
| Vergütung | Empfohlen: 100-400€/Monat | Wertschätzung zeigen, Fahrtkosten decken, nicht verpflichtend |
Praktische Tipps für erfolgreiche Ferienpraktika
Vorbereitung ist alles
- Erstellen Sie einen Praktikumsplan mit konkreten Zielen und Aufgaben
- Bereiten Sie Arbeitsplatz und Materialien vor
- Informieren Sie Ihr Team über den Praktikanten
- Klären Sie rechtliche Rahmenbedingungen (Versicherung, Arbeitsschutz)
- Definieren Sie Arbeitszeiten klar (üblicherweise 6-8 Stunden täglich)
Während des Praktikums
Der erste Tag ist entscheidend für den Gesamteindruck. Planen Sie eine ausführliche Einführung ein: Betriebsrundgang, Vorstellung der Kollegen, Erklärung wichtiger Abläufe und Sicherheitseinweisungen. Geben Sie dem Praktikanten Zeit, anzukommen.
Strukturieren Sie die folgenden Tage sinnvoll. Wechseln Sie zwischen verschiedenen Abteilungen oder Tätigkeitsbereichen, damit Schüler ein umfassendes Bild erhalten. Binden Sie sie aktiv ein – Zuschauen allein motiviert nicht. Geben Sie klare Anweisungen und regelmäßiges Feedback.
Planen Sie wöchentliche Feedbackgespräche ein. Was hat gut funktioniert? Wo gibt es Fragen? Was möchte der Praktikant noch kennenlernen? Diese Gespräche zeigen Wertschätzung und helfen, das Praktikum optimal zu gestalten.
Nachbereitung und Kontaktpflege
Am Ende des Praktikums sollte ein ausführliches Abschlussgespräch stehen. Besprechen Sie die Erfahrungen, geben Sie eine ehrliche Rückmeldung und erfragen Sie das Feedback des Praktikanten. Ein qualifiziertes Praktikumszeugnis ist selbstverständlich – es hilft dem Schüler bei weiteren Bewerbungen.
Bleiben Sie in Kontakt! Wenn der Praktikant überzeugt hat, laden Sie ihn zu Unternehmensveranstaltungen ein oder bieten Sie weitere Praktika an. So bleibt Ihr Unternehmen im Gedächtnis, wenn es um Ausbildungsentscheidungen geht.
Erfolgreiche Aufgabenstellung für Schüler
Der Kern erfolgreicher Talentakquise liegt in der Art, wie Sie sich als Unternehmen präsentieren. Statt abstrakter Unternehmensbeschreibungen überzeugen konkrete, herausfordernde Aufgaben, die Schüler selbstständig bearbeiten können.
Was macht eine gute Schüleraufgabe aus?
Praxisrelevanz
Die Aufgabe sollte echte Probleme oder Fragestellungen aus Ihrem Unternehmensalltag aufgreifen. Schüler merken, ob eine Aufgabe nur zu Demonstrationszwecken konstruiert ist.
Lösungsoffenheit
Vermeiden Sie Aufgaben mit nur einer richtigen Lösung. Kreative Herangehensweisen und verschiedene Lösungswege zeigen unterschiedliche Stärken.
Angemessener Schwierigkeitsgrad
Weder Unterforderung noch Überforderung motivieren. Die Aufgabe sollte herausfordernd, aber mit den vorhandenen Kenntnissen lösbar sein.
Zeitliche Machbarkeit
Je nach Format (Praktikum, Projekttag, etc.) sollte die Aufgabe in der verfügbaren Zeit bearbeitbar sein – mit Pufferzeit für Unvorhergesehenes.
Teamarbeit-Möglichkeit
Aufgaben, die Zusammenarbeit erfordern, zeigen soziale Kompetenzen und machen oft mehr Spaß als Einzelarbeiten.
Messbare Ergebnisse
Die Aufgabe sollte zu einem präsentierbaren Ergebnis führen – ob Konzept, Prototyp, Analyse oder Präsentation.
Beispiele für Aufgabenstellungen nach Branchen
Handwerk und Produktion
- Metallbau: „Entwickelt einen Entwurf für ein modernes Geländer für unseren Showroom. Berücksichtigt Sicherheitsaspekte und aktuelle Design-Trends.“
- Tischlerei: „Plant und erstellt ein Modell für ein multifunktionales Möbelstück für kleine Wohnungen.“
- Elektrotechnik: „Analysiert den Energieverbrauch in unserer Produktionshalle und entwickelt Vorschläge zur Optimierung.“
Dienstleistung und Handel
- Einzelhandel: „Erstellt ein Konzept für eine Social-Media-Kampagne zur Vorstellung eines neuen Produkts.“
- Gastronomie: „Entwickelt eine neue Menükarte speziell für junge Gäste mit regionalen Zutaten.“
- IT-Dienstleister: „Testet verschiedene Software-Lösungen für Aufgabenmanagement und bewertet sie nach festgelegten Kriterien.“
Verwaltung und Büro
- Steuerkanzlei: „Erstellt einen verständlichen Leitfaden für Schüler zum Thema ‚Erste Steuererklärung‘.“
- Versicherung: „Entwickelt eine App-Idee, die jungen Menschen Versicherungsthemen näherbringt.“
- Marketingagentur: „Analysiert die Social-Media-Präsenz unserer fünf Hauptkunden und erstellt Verbesserungsvorschläge.“
Regionale Besonderheiten von Niederwiesa nutzen
Niederwiesa und die umliegenden Ortsteile bieten spezifische Vorteile für die Talentakquise, die Sie gezielt nutzen sollten.
Lokale Verwurzelung
Als Unternehmen in einer kleineren Gemeinde haben Sie den Vorteil der Nähe. Viele Schüler suchen Ausbildungsplätze in der Region, um im vertrauten Umfeld zu bleiben. Betonen Sie diese lokale Verbundenheit und die kurzen Wege. Die gute Verkehrsanbindung über die B180 und die Nähe zu Chemnitz sind weitere Pluspunkte.
Netzwerk nutzen
In überschaubaren Gemeinden funktioniert Mund-zu-Mund-Propaganda besonders gut. Zufriedene Praktikanten und Auszubildende sind Ihre besten Botschafter. Pflegen Sie Kontakte zu Vereinen, der Gemeindeverwaltung und anderen lokalen Akteuren.
Kooperation mit umliegenden Schulen
Auch wenn in Niederwiesa selbst keine weiterführenden Schulen ansässig sind, befinden sich im Umkreis von 10 Kilometern mehrere relevante Bildungseinrichtungen:
- Oberschulen in Frankenberg und Flöha
- Gymnasien in Chemnitz-Umland
- Berufsschulzentren in Chemnitz und Freiberg
- Förderschulen mit berufsorientierenden Angeboten
Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen
Bei aller Begeisterung für die Talentakquise dürfen rechtliche Aspekte nicht vernachlässigt werden. Diese schaffen Sicherheit für beide Seiten.
Versicherung und Arbeitsschutz
Wichtig zu wissen: Praktikanten sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Bei schulischen Pflichtpraktika läuft dies meist über die Schule, bei freiwilligen Ferienpraktika über Ihr Unternehmen. Klären Sie dies vorab mit Ihrer Berufsgenossenschaft.
Der Jugendarbeitsschutz muss strikt eingehalten werden. Für Schüler unter 15 Jahren gelten besondere Regelungen: maximale Arbeitszeit von 7 Stunden täglich, keine gefährlichen Tätigkeiten, keine Nacht- oder Wochenendarbeit. Für 15- bis 17-Jährige gelten 8 Stunden täglich als Maximum.
Praktikumsvertrag
Auch wenn Praktika oft kurzfristig sind, sollte ein schriftlicher Vertrag existieren. Dieser regelt:
- Dauer und Zeiten des Praktikums
- Aufgaben und Lernziele
- Betreuungsperson im Unternehmen
- Vergütung (falls vorgesehen)
- Kündigungsmodalitäten
- Verschwiegenheitspflichten
Datenschutz beachten
Wenn Schüler Zugang zu personenbezogenen Daten erhalten, müssen sie auf die DSGVO verpflichtet werden. Dies gilt besonders in Branchen wie Gesundheitswesen, Versicherungen oder Personaldienstleistungen.
Digitale Tools für moderne Talentakquise
Auch in der Nachwuchsgewinnung spielen digitale Instrumente eine zunehmend wichtige Rolle. Sie erleichtern Organisation und Kommunikation erheblich.
Kommunikationsplattformen
Für die Koordination mit Schulen und Praktikanten bieten sich verschiedene Tools an. WhatsApp-Business-Accounts ermöglichen schnelle, unkomplizierte Kommunikation. Für strukturiertere Abläufe eignen sich Plattformen wie Microsoft Teams oder Slack. Bei längerfristigen Schulkooperationen können gemeinsame Cloud-Speicher für Materialien sinnvoll sein.
Online-Präsenz optimieren
Schüler informieren sich heute primär online. Ihre Website sollte einen eigenen Bereich für Ausbildung und Praktika haben – mit authentischen Fotos, Videos von aktuellen Azubis und konkreten Informationen. Social Media Kanäle wie Instagram zeigen Einblicke in den Arbeitsalltag und machen Ihr Unternehmen greifbarer.
Digitale Bewerbungsprozesse
Erleichtern Sie Schülern die Kontaktaufnahme. Komplizierte Bewerbungsverfahren schrecken ab. Ein einfaches Online-Formular für Praktikumsanfragen reicht oft aus. Wichtig ist, dass Sie zeitnah antworten – idealerweise innerhalb von 48 Stunden.
Erfolgsmessung und kontinuierliche Verbesserung
Wie bei allen Unternehmensprozessen sollten Sie auch bei der Talentakquise regelmäßig prüfen, was funktioniert und was nicht.
Relevante Kennzahlen
Dokumentieren Sie, wie viele Praktikanten Sie betreuen
Wie viele Praktikanten werden zu Bewerbern oder Azubis?
Feedback-Bögen zeigen Verbesserungspotenziale auf
Feedback systematisch einholen
Erstellen Sie einen kurzen Feedbackbogen, den Praktikanten am Ende ausfüllen. Fragen Sie nach konkreten Aspekten: Betreuungsqualität, Aufgabenvielfalt, Arbeitsatmosphäre, Organisation. Auch offene Fragen nach Verbesserungsvorschlägen sind wertvoll.
Ebenso wichtig ist internes Feedback. Wie erleben Ihre Mitarbeiter die Betreuung von Praktikanten? Welcher Zeitaufwand entsteht? Wo gibt es Optimierungsbedarf? Ein jährliches Reflexionsgespräch mit allen Beteiligten hilft, Prozesse zu verbessern.
Langfristige Talentbindung beginnt beim ersten Kontakt
Erfolgreiche Talentakquise endet nicht mit dem Praktikum oder der Schulkooperation. Der erste Kontakt ist der Beginn einer potenziell langfristigen Beziehung.
Alumni-Netzwerk aufbauen
Bleiben Sie mit ehemaligen Praktikanten in Kontakt. Ein Newsletter mit Unternehmensnews, Einladungen zu Veranstaltungen oder Sommerfesten halten die Verbindung aufrecht. Vielleicht bewerben sich diese jungen Menschen später für eine Ausbildung oder empfehlen Ihr Unternehmen weiter.
Langfristige Perspektiven aufzeigen
Zeigen Sie schon während des Praktikums Karrierewege auf. Wie entwickeln sich Azubis in Ihrem Unternehmen? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Konkrete Beispiele von Mitarbeitern, die als Azubi begonnen haben und heute Führungsverantwortung tragen, wirken motivierend.
Die Zukunft der Talentakquise in Niederwiesa
Die Arbeitswelt verändert sich kontinuierlich, und damit auch die Erwartungen junger Menschen. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Work-Life-Balance sind Themen, die Generation Z stark beschäftigen.
Zukunftstrends berücksichtigen
Flexible Arbeitsmodelle interessieren auch Auszubildende. Zeigen Sie, wie Ihr Unternehmen moderne Arbeitsformen integriert. Nachhaltigkeit ist für junge Menschen oft ein entscheidendes Kriterium. Wenn Ihr Unternehmen umweltfreundliche Praktiken verfolgt, kommunizieren Sie dies.
Technologische Affinität sollte gefördert werden. Selbst in traditionellen Handwerksberufen spielen digitale Tools eine wachsende Rolle. Zeigen Sie, wie bei Ihnen Tradition und Innovation zusammenkommen.
Regionale Vernetzung ausbauen
Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure verstärkt die Wirkung. Gemeinsame Ausbildungsmessen mit anderen Niederwiesa Unternehmen, koordinierte Schulkooperationen oder gemeinschaftliche Praktikantenprogramme können für alle Beteiligten Vorteile bringen.
Ihre nächsten Schritte
Talentakquise durch Schulkooperationen und Ferienpraktika ist keine kurzfristige Maßnahme, sondern eine Investition in die Zukunft Ihres Unternehmens. Beginnen Sie mit kleinen Schritten:
- Kontaktieren Sie eine Schule in Ihrer Nähe
- Entwickeln Sie eine konkrete Aufgabenstellung
- Bieten Sie erste Schnupperpraktika an
- Sammeln Sie Erfahrungen und optimieren Sie kontinuierlich
- Bauen Sie langfristige Partnerschaften auf
Die jungen Talente von heute sind die Fachkräfte von morgen. Wer jetzt in die Nachwuchsgewinnung investiert, sichert nicht nur die eigene Zukunft, sondern stärkt auch die gesamte Region Niederwiesa als attraktiven Wirtschaftsstandort.
InnoAcademy – Bald auch in Niederwiesa
Die InnoAcademy ist eine innovative Plattform, die Unternehmen und Schüler über spannende Aufgabenstellungen zusammenbringt. Aktuell ist die Plattform noch nicht in Niederwiesa verfügbar, aber die Expansion ist in Planung.
Sie möchten dieses Projekt nach Niederwiesa bringen oder haben Ideen und Anregungen? Nehmen Sie Kontakt auf und gestalten Sie die Zukunft der regionalen Talentakquise aktiv mit. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass junge Menschen und Unternehmen in der Region besser zueinanderfinden.
Ihre Meinung zählt – denn lokale Expertise und regionale Vernetzung sind der Schlüssel zum Erfolg solcher Initiativen.
Wie finde ich geeignete Schüler für Praktika in meinem Unternehmen in Niederwiesa?
Der direkteste Weg führt über Schulen in Niederwiesa und den umliegenden Gemeinden wie Flöha, Frankenberg und Chemnitz. Kontaktieren Sie Berufsberatungslehrer oder die Schulleitung und stellen Sie Ihr Praktikumsangebot vor. Nutzen Sie auch regionale Ausbildungsmessen, Social Media und Ihre Unternehmenswebsite. Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniert in kleineren Gemeinden besonders gut – zufriedene Praktikanten empfehlen Sie weiter. Eine authentische Online-Präsenz mit Einblicken in den Arbeitsalltag macht Ihr Unternehmen für Schüler sichtbar und attraktiv.
Muss ich Schülerpraktikanten in den Ferien bezahlen?
Eine gesetzliche Verpflichtung zur Vergütung von Schülerpraktika besteht nicht, insbesondere bei Pflichtpraktika. Bei freiwilligen Ferienpraktika ist eine Vergütung jedoch empfehlenswert und zunehmend üblich. Sie zeigt Wertschätzung, deckt Fahrtkosten und motiviert die Praktikanten. Übliche Beträge liegen zwischen 100 und 400 Euro pro Monat, abhängig von Dauer und Intensität des Praktikums. Viele Unternehmen haben positive Erfahrungen damit gemacht, da vergütete Praktika attraktiver sind und engagiertere Bewerber anziehen. Letztlich ist dies eine strategische Entscheidung für Ihr Personalmarketing.
Wie lange sollte ein Ferienpraktikum für Schüler optimalerweise dauern?
Die ideale Dauer liegt bei 2 bis 4 Wochen. Dieser Zeitraum ermöglicht es Schülern, substantielle Einblicke in Arbeitsabläufe zu gewinnen und an konkreten Projekten mitzuarbeiten. Kürzere Praktika von nur wenigen Tagen reichen oft nicht aus, um die Unternehmenskultur kennenzulernen oder eigenständige Aufgaben zu übernehmen. Längere Praktika von mehr als vier Wochen überfordern hingegen viele Schüler in den Ferien. Bei der Planung sollten Sie berücksichtigen, dass Schüler auch Erholungszeit benötigen. Sommer- und Herbstferien eignen sich aufgrund ihrer Länge besonders gut für Praktika.
Welche rechtlichen Aspekte muss ich bei Schülerpraktika beachten?
Die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen betreffen Arbeitsschutz, Versicherung und Arbeitszeiten. Schülerpraktikanten sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert – bei Pflichtpraktika meist über die Schule, bei freiwilligen Praktika über Ihr Unternehmen. Prüfen Sie dies mit Ihrer Berufsgenossenschaft. Der Jugendarbeitsschutz schreibt für unter 15-Jährige maximal 7 Stunden tägliche Arbeitszeit vor, für 15- bis 17-Jährige 8 Stunden. Nacht-, Wochenend- und gefährliche Arbeiten sind für Jugendliche tabu. Ein schriftlicher Praktikumsvertrag mit Aufgaben, Zeiten und Rahmenbedingungen schafft Klarheit für beide Seiten. Bei Zugang zu personenbezogenen Daten muss der Praktikant auf Datenschutz verpflichtet werden.
Wie kann ich als kleineres Unternehmen in Niederwiesa mit großen Firmen um Nachwuchs konkurrieren?
Kleinere Unternehmen haben durchaus Vorteile gegenüber Großkonzernen: persönlichere Betreuung, vielfältigere Einblicke in verschiedene Bereiche, kürzere Entscheidungswege und oft familiärere Arbeitsatmosphäre. Nutzen Sie diese Stärken in Ihrer Kommunikation. Betonen Sie die regionale Verwurzelung und kurzen Wege – viele Schüler bevorzugen Ausbildungsplätze in der Nähe. Authentizität überzeugt mehr als perfekt gestylte Hochglanzbroschüren. Zeigen Sie auf Social Media echte Einblicke in den Arbeitsalltag, lassen Sie Azubis selbst berichten. Schnelle, unkomplizierte Kommunikation und flexible Praktikumsangebote sind weitere Pluspunkte. Ihre lokale Bekanntheit und persönlichen Netzwerke sind wertvolle Ressourcen, die Großunternehmen nicht haben.